Hamm – Die etwa 120 Teilnehmer des Kolloquiums, das das Öko-Zentrum NRW am 8. Dezember durchführte, gewannen am Montag nach Nikolaus gleich doppelt. Sie gehörten zu den ersten, die öffentlich von der Fortführung des Investitionspakts für die energetische Sanierung von Gebäuden der sozialen Infrastruktur im Jahr 2009 erfuhren. Mit den Vorträgen der Experten aus der Praxis erhielten sie außerdem wertvolle Informationen zu aktuellen Entwicklungen im ökologischen Bauen. Die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen entwickelt derzeit zum Beispiel ein Zertifikat für nachhaltige Gebäude – ein Vortrag zur praktischen Anwendung wurde gleich mitgeliefert: Klaus Siniawa vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW berichtete über seine Erfahrungen mit Nachhaltigkeitskriterien bei der Planung eines neuen Institutsgebäudes der Uni Münster. Neben diesen und weiteren Fachinformationen hatte Frau Dr. Brigitta Verhoek-Köhler vom Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen eine wichtige Information für die zahlreich angereisten kommunalen Mitarbeiter mitgebracht: Im Investitionspakt werden im nächsten Jahr ca. 64 Mio. Euro Bundesmittel für Nordrhein-Westfalen zur Verfügung stehen, die vom Land und den Kommunen in gleicher Höhe kofinanziert werden müssen. Wird der Landeshaushalt in Nordrhein-Westfalen wie geplant verabschiedet, stehen nächstes Jahr 128 Mio. Bundes- und Landesmittel im Investitionspakt zur Verfügung. Insgesamt können damit Investitionen von ca. 192 Mio. Euro angeschoben werden. Leichte Änderungen wurden im Antragsverfahren vorgenommen: Statt wie im Jahr zuvor drei Förderprioritäten wird es im nächsten Jahr nur noch zwei geben. Die Lage in einem Gebiet der Städtebauförderung und in einer HSK-Kommune hat erste Priorität, die Lage in einem Gebiet der Städtebauförderung oder in einer HSK-Kommune zweite Priorität. Weiterhin gilt: Schulen und Kindertagesstätten werden vorrangig gefördert. Außerdem sind dem Antrag ein Konzept zur Wissensvermittlung und ein Sanierungskonzept mit den entsprechenden Energieeinsparungen beizufügen. Im letzten Jahr wurden teilweise Anträge eingereicht, die nicht das Neubauniveau nach Energieeinsparverordnung erfüllten. In einem solchen Fall besteht keine Chance auf Fördermittel. Anträge für den Investitionspakt 2009 sind voraussichtlich bis Ende des ersten Quartals nächsten Jahres einzureichen. Die Bekanntgabe des konkreten Termins und der übrigen Rahmenbedingungen des Förderprogramms 2009 erfolgen durch die Bezirksregierungen.
Rückfragen: Ref. Öffentlichkeitsarbeit: Annika Schlegel · 02381-30220-78 · schlegel@oekozentrum-nrw.de







