Bereit für die Herausforderungen der Zukunft: CKW hat für die Kantone Luzern, Uri und Schwyz das Potenzial der erneuerbaren Energien untersucht, um herauszufinden, wie viele Gigawattstunden zusätzlich noch genutzt werden können. Laut dieser Studie können in den nächsten 10 Jahren zusätzlich 100 GWh erneuerbare Energie produziert werden, hauptsächlich aus Wasserkraft und Biomasse. Bis 2030 kann das Volumen mit der heutigen verfügbaren Technologie und Investitionen von CHF 200 bis 300 Mio. auf 160 bis 220 GWh gesteigert werden. Ca. 6% des zukünftigen Zentralschweizer Strombedarfs wären dann zusätzlich mit erneuerbaren Energien gedeckt. Zusammen mit dem potentiellen Einsatz von Geothermie könnten ab 2015 sogar 10% des Strombedarfs zusätzlich mit erneuerbarer Energie abgedeckt werden, dazu müsste CKW nochmals rund CHF 200 Mio. investieren.
Bei CKW haben erneuerbare Energien eine lange Tradition. Sie werden in der Region hergestellt und schaffen damit auch Mehrwert und Arbeitsplätze. So liefern die Wasserkraftwerke von CKW seit Jahrzehnten über 1000 GWh hochwertige Energie und decken damit 20% der Strombeschaffung ab. Aktuell sollte im Juni 2007 das EWS die Konzession für die Produktion des ehemaligen Holcim Wasserkraftwerkes "Muota" in Brunnen erhalten und das Elektrizitätswerk Altdorf wird 2007 das Kleinwasserwerk Stäubenwald mit 1,5 GWh Jahresleistung erneuern und in Betrieb nehmen. Bau neuer Anlagen, reaktivieren stillgelegter Kraftwerke oder sicherstellen des langfristigen Betriebes sind Ansätze, mit denen CKW das Potenzial erschliessen will. CKW sieht sich aber nicht nur als Produzentin von erneuerbarer Energie, sondern unterstützt auch Projekte von Gemeinden und unabhängigen Produzenten mit professionellem Know-how. Alleine oder zusammen mit Partnern wird CKW im Versorgungsgebiet weitere Produktionsstandorte, in Luzern vorwiegend im Bereich Biomasse und in Uri vor allem im Bereich Wasserkraft, prüfen.
Erneuerbare Energie bietet mit ihrer Unerschöpflichkeit viel Zukunft, unterliegt aber auch klaren wirtschaftlichen Kriterien. Neue Standorte für Wasserkraftwerke und Biogasanlagen machen für CKW nur dort Sinn, wo auch die ökonomischen, räumlichen und technischen Voraussetzungen stimmen. Die Analyse zeigt klar: Potenzial und Bemühungen um zusätzliche Produktion von erneuerbarer Energie sind vorhanden und konkrete Projekte geplant. Der Anteil der erneuerbaren Energien zur Schliessung der Stromlücke ist mit 6% allerdings klein und bietet daher keine Alternative zum Bandenergielieferant Kernkraft.
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Dominik Müller,
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