
Wasserkraftnutzung im frei fließenden Fluss
Das schwimmende Kleinwasserkraftwerk ist an der Stromsohle etwa 30 m vom Ufer entfernt verankert. Die Strom-Boje hat eine Länge von 11 m, eine Breite von 3 m und eine Höhe von 2 mund könnte in einem Jahr Strom für rund 30 Haushalte liefern. Sie wurde zum Teil aus Standard-Bauteilen insbesondere aus der Pumpentechnologie gefertigt und enthält im Inneren einen 150 cm großen Rotor zur Energiegewinnung. „Die Strom-Boje ist ein Baustein zum Umstieg auf erneuerbare Energien und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz. Beeindruckend ist, dass für diese Wasserkraftnutzung der Fluss nicht aufgestaut werden muss“, freut sich DI Josef Plank Umweltlandesrat von Niederösterreich. Durch Fördergelder aus seinem Ressort wurden die Forschungen für die Anlage unterstützt. Das Projekt wird zusätzlich aus Mitteln des Landes Oberösterreich mit dem Energie-Technologie-Programm von Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl sowie der Europäischen Union (EFRE) kofinanziert. Die Vorteile eines solchen Kraftwerks können direkt an der Donau beobachtet werden. „Auch an Standorten wie in unserem Weltkulturerbe Wachau kann eine Strom-Boje eingehängt werden. Sie sehen, es ragt nur eine Art Haifischflosse heraus“, so Umweltlandesrat DI Josef Plank.
„Das schwimmende Kleinwasserkraftwerk kann auch an Plätzen eingesetzt werden, die mit herkömmlicher Technik nicht nutzbar sind. Das sind in Österreich z.B. bestimmte Abschnitte der
Donau, des Inns oder der Salzach“, erklärt der Erfinder Fritz Mondl. Besonders geeignet ist es für Länder, in denen die Flüsse erst mit wenigen Großkraftwerken verbaut sind, und wo die Stromversorgung noch lückenhaft ist. Mehrere Bojen können aneinander gehängt werden und erreichen im Park eine Leistung von einigen Megawatt. Diese Art von Kraftwerk bildet keine Barriere im Fluss. In einem weiteren Schritt soll durch Optimierungen und konstruktive Veränderungen die Stromausbeute vergrößert werden, sodass zu ähnlichen wirtschaftlichen Bedingungen wie mit herkömmlicher Kleinwasserkraft Energie produziert werden kann.
Die Windbranche wird im Wasser aktiv
Die Aqua Libre Energieentwicklungs GmbH wurde von der Energiewerkstatt Munderfing, Fritz Mondl und der Windkraft Simonsfeld gegründet. Die Energiewerkstatt ist als Planungsbüro im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energie tätig mit Schwerpunkt Windenergie. Sie zeichnet für die Entwicklung von mehr als der Hälfte der gesamten in Österreich errichteten
Windkraftleistung verantwortlich. Das Weinviertler Unternehmen Windkraft Simonsfeld betreibt Windkraftanlagen zur Stromgewinnung. 843 Personen sind an der Firma beteiligt. Sie besitzen 47 Windräder, die Strom für fast 50.000 Haushalte erzeugen. Beiden Unternehmen ist die umweltfreundliche Produktion von Strom aus erneuerbaren Energieträgern wichtig. Es war daher nahe liegend, dass sich die Windleute vor etwa zwei Jahren mit dem Erfinder Fritz Mondl zusammengetan haben.







