Siemens hat zu Beginn der Europäischen Offshore-Windkonferenz in Stockholm eine neue Windenergieanlage der 3,6 Megawatt-Klasse mit einem Rotordurchmesser von 120 Metern vorgestellt. Die SWT-3.6-120 basiert auf der bewährten Technologie der SWT-3.6-107 – der weltweit erfolgreichsten Offshore-Windenergieanlage. Die neue Maschine ist mit 58,5 Meter langen Rotorblättern ausgestattet. Der Rotor überstreicht eine Fläche von 11.300 Quadtratmetern – ein Areal so groß wie zwei Fußballfelder. “Wir erwarten, dass die SWT-3.6-120 an einem typischen Offshore-Standort bis zu zehn Prozent mehr Strom im Vergleich zur SWT-3.6-107 produziert“, sagte Andreas Nauen, CEO der Business Unit Wind Power bei Siemens. „Mit dieser neuen Anlage behaupten wir unsere technologische Vorreiterrolle im Offshore-Geschäft. Wir sehen am Markt bereits ein großes Interesse für unsere neue Maschine.“ Die SWT-3.6-120 ist eine Weiterentwicklung der bewährten SWT-3.6-107, der am meisten verkauften Offshore-Windturbine im Multimegawatt-Bereich. Siemens hat bis heute 100 seiner 3,6-MW-Turbinen installiert und hat weitere 700 im Auftragsbestand. Bereits vor wenigen Monaten hatte Dong Energy einen Auftrag an Siemens über die Lieferung von mehr als 450 der neuen Anlagen erteilt. 175 dieser Anlagen werden in der ersten Phase des britischen Offshore-Projektes London Array installiert, dem weltweit ersten Offshore-Windpark in den Gigawatt-Klasse. Weitere 51 der neuen Windenergieanlagen werden im Offshore-Windpark Walney II, ebenfalls in Großbritannien, errichtet. Beide Projekte sind Teil der Vereinbarung über die Lieferung von bis zu 500 Offshore-Windenergieanlagen, die Siemens und Dong Energy Anfang des Jahres unterzeichnet hatten. Die Gesamtleistung dieser Windenergieanlagen beträgt bis zu 1800 Megawatt. Die ersten beiden Prototypen der SWT-3.6-120 werden von Dong Energy in Avedøre bei Kopenhagen, Dänemark, errichtet und pünktlich zur 15. United Nations Klimakonferenz (COP 15) in Kopenhagen im Dezember dieses Jahres fertig gestellt. Die Hvidovre Vindmølleaug, eine Gruppe lokaler Investoren, ist ebenfalls an diesem Projekt beteiligt. Windenergieanlagen sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von knapp 19 Mrd. EUR erwirtschaftete. Das entspricht rund einem Viertel des gesamten Konzernumsatzes und macht Siemens zum weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie.
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