Zum Streit in der Landesregierung über den immer weiter ausufernden Bau von Windkraftanlagen in Brandenburg erklärt der Bundestagsabgeordnete und FDP-Landesvorsitzende Heinz Lanfermann: Minister Dellmann hat Recht: Brandenburg ist vollgespargelt. Noch mehr Windkraftanlagen mit einer weiteren Zerstörung der Landschaften, immer höheren Stromkosten und noch mehr Leitungen sind den Menschen nicht weiter zuzumuten. Klimaschutz ist richtig und wichtig. Es nützt aber nichts, dass die Landesregierung am Schreibtisch Klimaschutzziele vorgibt, ohne die besondere Lage Brandenburgs und die Interessen seiner Bürger zu berücksichtigen. Minister Dellmann hat doch Recht mit dem Argument, dass Brandenburg keine Energie-Insel ist. Wir brauchen eine gerechte Lastenverteilung beim Klimaschutz zwischen den Ländern. Deswegen ist es auch falsch, die CO2-Emmissionen der Braunkohleverstromung allein auf Brandenburg zu berechnen und daraus die Rechtfertigung abzuleiten, dass in Brandenburg wesentlich mehr Windmühlen stehen müssten als in den anderen deutschen Ländern. Ein Energieexportland leistet etwas für die anderen Regionen und darf dafür nicht auch noch bestraft werden. Die FDP setzt sich für einen vernünftigen Energiemix und auch für den Ausbau regenerativer Energien ein. Das geht aber nur mit gerechter Lastenverteilung und nicht mit den Verspargelungen wie in der windmühlengequälten Uckermark oder z.B. auch im Havelland. Nun müssen aber den Worten von Minister Dellmann auch Taten folgen. Sonst geht es ihm wie dem früheren Brandenburger Umweltminister Wolfgang Birthler. Der hatte sich im August 2003 – ein Jahr vor der letzten Landtagswahl – heftig gegen weitere Windkraftanlagen ausgesprochen. Erreicht hat er nichts und 2004 schied er aus dem Amt.
Michael Knape
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