45 Prozent der Projektkosten werden jeweils vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) finanziert. Den Rest tragen die beteiligten Solarunternehmen oder private Sponsoren.
„Das Solardachprogramm ebnet deutschen Unternehmen den Weg in neue Auslandsmärkte“, sagte Christine Wörlen, Bereichsleiterin bei der dena. „Denn derzeit ist es strategisch besonders wichtig, international präsent zu sein. Viele Regierungen setzen verstärkt auf regenerative Energien. Und ‚renewables made in Germany‘ haben eine hervorragenden Ruf. Unternehmen, die jetzt handeln, sichern sich einen Wettbewerbsvorteil.“
Im Laufe eines Projekts können die Unternehmen die landesspezifischen Rahmenbedingungen aus praktischer Erfahrung
kennenlernen und den neuen Markt systematisch erschließen. Jedes
Projekt umfasst die Installation einer Solaranlage auf einer
repräsentativen Einrichtung. Hinzu kommen umfangreiche
Marketingmaßnahmen, die die Möglichkeiten der Solartechnologie bei Entscheidern in Politik und Wirtschaft und in der breiten
Öffentlichkeit bekannt machen. Mit gezielten Schulungen können die Unternehmen möglichen Kooperationspartnern, zum Beispiel im Vertrieb oder in der Installation, das nötige Fachwissen vermitteln.
Die bisherigen Projekte des Solardachprogramms verliefen für die
beteiligten Unternehmen sehr erfolgreich. Viele konnten dank des
professionellen Einstiegs ihren Export in den jeweiligen Zielmärkten steigern, ihren Bekanntheitsgrad erhöhen, den Zugang zu staatlichen Stellen verbessern, Kooperationen vereinbaren, Vertriebsstrukturen entwickeln und zum Teil auch eigene Niederlassungen aufbauen. Seit 2004 wurden weltweit insgesamt 18 Solardachprojekte realisiert, zuletzt in Ägypten, Jordanien, Südafrika und Indonesien. Bis Ende 2008 werden vier weitere in Indien, Australien, Taiwan und im Senegal
abgeschlossen sein.
Das Solardachprogramm wird von der dena im Rahmen der
Exportinitiative Erneuerbare Energien koordiniert. Weitere
Informationen zum Bewerbungsverfahren und zum Programm stehen im
Internet unter: www.exportinitiative.de/solardachprogramm.
Dr. Philipp Prein
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