Sulzemoos 07.10.2008 / Eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Solarbranche ist gelüftet. Der amerikanische Solarmodulhersteller Solyndra Inc. mit Sitz in Fremont, Kalifornien, USA, hat sein einzigartiges, auf CIGS Dünnschichttechnologie basierendes, Solarsystem offiziell vorgestellt. Die Phoenix Solar AG hatte im Juli diesen Jahres einen Rahmenvertrag mit Solyndra über rund 450 Millionen Euro bekannt gegeben. Ab 2009 kann Phoenix Solar seinen Kunden das neuartige Solarsystem, das speziell für Flachdächer und damit für Industrie- und Gewerbebauten geeignet ist, anbieten.Das Solyndra Modul unterscheidet sich deutlich von der gängigen Form eines flachen Solarmoduls: Es besteht aus 40 Röhren, die in einem 108 cm x 182 cm großen Rahmen befestigt sind. Das Ganze erinnert an einen solarthermischen Vakuumkollektor. In den Röhren befinden sich über 140 miteinander verbundene, zylindrische CIGS-Zellen, die direktes Sonnenlicht, indirektes Sonnenlicht und das vom Dach reflektierte Licht nutzen, was eine hohe Lichtausbeute und somit eine höhere Wirtschaftlichkeit ermöglicht.Das Solyndra Modul wird auf 25 cm hohen Halterungen befestigt, die werkseitig mitgeliefert werden, und die das Modul horizontal positionieren. Abstände zwischen den einzelnen Röhren ermöglichen es, dass der Wind durch das Modul strömt, wodurch das Eigengewicht des Systems auch bei hohenWindgeschwindigkeiten ausreicht und das System ohne Durchdringung der Dachhaut und ohne Befestigung oder Ballast installiert werden kann. Das waagrecht positionierte System kann sehr schnell mit Klickverbindungen zusammengefügt werden. Dadurch wird die Installationszeit verringert und die Installationskosten um rund die Hälfte gesenkt.Eine Dachlast von nur 16 kg pro Quadratmeter macht das neue Solyndra Modul besonders für Industrie- und Gewerbedächer geeignet, die aus statischen Gründen keine aufgeständerte Photovoltaikanlage mit zusätzlicher Beschwerung tragen können. Bei klassischer Aufständerung wird das Dach durch Modul, Montagesystem und Beschwerung mit bis zu 100 kg pro Quadratmeter belastet. Die zylindrischen Module erzielen einen jährlichen Energieertrag der an den meisten Standorten vom Aufständerungswinkel oder der Ausrichtung unabhängig ist. Verglichen mit herkömmlichen Montagesystemen muss auf Flachdächern mit Solyndra Modulen kein Abstand eingehalten werden, um Verschattungen zu vermeiden. Es kann also mehr Fläche mit Solarmodulen belegt werden. Phoenix Solar hat mit einer Testinstallation bestätigt, dass das Solyndra System denselben Ertrag liefert, wie eine Anlage mit 30 Grad aufgeständerten konventionellen Solarmodulen. Mit dem Solyndra System kann also der Energieertrag pro Dach erhöht werden.Die Phoenix Solar AG wird noch in diesem Jahr Solyndra-Module beziehen, die bereits in mehreren Projekten verplant sind. Für 2009 will Solyndra Solarmodule mit einer Spitzenleistung von bis zu 10 Megawatt an Phoenix liefern.Mit der Einführung dieses neuartigen Dünnschicht Solarmoduls stellt die Phoenix Solar AG wieder ihre Innovationskraft unter Beweis. Bereits im Jahr 2003 hatte die Gesellschaft das erste Dünnschichtmodul mit a-Si- Technologie im Portfolio. Heute hat Phoenix Solar Dünnschichtmodule unterschiedlicher Technologien von sechs verschiedenen Herstellern im Produktportfolio.
Andrea Zepf
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