„Bau eines Solarmobiles mit Schülern der Döchtbühlschule Bad Waldsee“ –
so heißt der offizielle Titel des Projekts im Bereich Technik und Umwelt der Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule, dessen Ergebnisse hier präsentiert werden: Zwei Solarmobil-Prototypen, die unter Anleitung von Otto Heming von 14-15-jährigen Jugendlichen der 8. und 9. Klassen der Döchtbühlschule gebaut wurden. Hierzu Schulleiter Günter Aßfalg: „Zuammen mit den Technik-lehrern der Schule und Herrn Otto Heming, der das notwendige Fachwissen einbringt, bauen unse-re Schüler verkehrstaugliche Fahrradsolarmobile. Dieses Projekt unterstützt in idealer Weise die Ziele unserer Schule. Durch die Vorgabe eines klaren Zieles werden die Schülerinnen und Schüler motiviert, zusammenzuarbeiten, sich gegenseitig zu unterstützen und Verantwortung für den ge-meinsamen Erfolg zu übernehmen“. Ideengeber Heming führt diese Kurse als ehrenamtliche Arbeit im Auftrag der Jugendstelle Bad Waldsee/Landkreis Ravensburg im Rahmen des Programms „Individuelle Lernbegleitung“ durch. Jetzt können die Jugendlichen der Öffentlichkeit die Fahrzeuge vorführen, die sie in den zweistündigen Nachmittagskursen des Schuljahres 2007/ 2008 ge-schaffen haben. Otto Heming: „Wir bauen mit den Schülern Solarmobile, um ihnen die Möglichkeit zu geben, technische Erfahrungen zu sammeln und zu lernen wie wichtig der Schutz von Gesundheit und Umwelt ist“. Für Heming soll die Initiative, beginnend in Oberschwaben, Pilotprojekt für Baden-Württemberg werden und „vorbildlich für alle Schule Deutschlands“. Er hegt die Hoffnung, dass Staatssekretär und Landtagsabgeordneter Wacker diese Idee vielleicht mit nach Stuttgart nimmt.
Initiative Agenda Umwelt und Soziales
Otto Heming, mit der von ihm gegründeten Initiative Agenda Umwelt und Soziales, ist in Bad Waldsee kein Unbekannter. Schon durch seine Solarmobile im Straßenbild, aber auch in den Kanzleien der Welt kennt man seinen Namen, korrespondiert er doch mit der Diözese Rottenburg-Stuttgart, dem FDP-Landesverband oder direkt mit dem Heiligen Stuhl in Rom und von überall hält er Antwortschreiben in Händen, die auf sein Anliegen Bezug nehmen. In vielen Papieren hat der pensionierte Fotograf seine Gedanken niedergeschrieben. Was den religiösen aber kirchenkritischen Menschen umtreibt, ist die Verantwortung die er empfindet, besonders für das Thema „Krankheit und Tod durch Autoabgase“. Mit der Konstruktion seiner Solarmobile möchte er, der selbst 40 Jahre lang Autofahrer war, ein Zeichen setzen für Alternativen zum Autoverkehr, für die Gesundheit, die Umwelt und die Zukunft der Kinder.
Heming-Way Solar-Fahrradmobil
Praktisches Ergebnis seiner Überlegungen und Vorbild für die Modelle der Döchtbühl-Schüler wurde das von ihm entwickelte „Heming-Way Solar-Fahrradmobil“, eigentlich ein Liegefahrrad mit Zusatz-Elektromotor. Das Fahrzeug mit 24 Gängen kann wie ein „normales“ Fahrrad mit Muskelkraft betrieben werden. Als Wetterschutz ist das Gefährt verkleidet, eine besondere Karrosserieform nutzt die Windenergie. Die Sonnenergie wird durch ein Solarmodul auf dem Fahrzeugdach eingefangen und in Akkus gespeichert. Mittlerweile reicht die Speicherkapazität für 100 km – auch bei Nacht. Für Menschen mit Bewegungseinschränkung als Mitfahrer wurde auch ein Tandem entwickelt. Ein Kofferraum und Anhängermöglichkeit sind vorhanden. Das Fahrzeug wird gesetzlich wie ein Fahrrad behandelt, darf überall fahren und parken wo es Fahrräder dürfen. Der Hilfsmotor ist deshalb auf 25 km/h beschränkt. Rund 1.000 Arbeitsstunden stecken im Solarmobil.
Solarmobile mit Modulen und Gleichrichtern von AES
Die Module und Gleichrichter für den Antrieb der Solarmobile werden kostenlos beigesteuert von AES (Alternative Energie Systeme GmbH) aus Wangen-Primisweiler. Das Fachunternehmen mit dem Wirkungsschwerpunkt Wangen, Großraum Ulm, Kempten, Friedrichshafen und Ravensburg berät umfassend zum Thema Photovoltaik – entsprechende Anlagen werden geplant, geliefert und installiert. Angebotene Produkte sind Solon-Module aus deutscher Herstellung und Wechselrichter von AKO Diehl aus Wangen. „Photovoltaik bezeichnet die Umwandlung der Energie der Sonnenstrahlen in elektrische Leistung“, erklärt AES-Geschäftsführer Peter Sauter. Diese Umwandlung geschieht in Solarzellen aus Silizium, aus denen wiederum ein Solarmodul besteht. Bei Modulen auf Dachanlagen geschieht die Umwandlung zur Einspeisung ins Stromnetz durch Wechselrichter, im Fall der Solarmobile leitet ein Gleichrichter die Energie in Form des benötigten Gleichstroms an den Akku-Speicher im Fahrzeug weiter.
Normalerweise erklärt Peter Sauter seinen Kunden: „Die eigene Solaranlage macht Sie unabhängig von Stromkonzernen und deren Energiepolitik. Sie produzieren Ihren persönlichen Bedarf selbst. Zudem können Sie Ihren Solarstrom in das öffentliche Netz einspeisen und wie ein Stromversorger damit Geld verdienen. Ganz nebenbei leisten Sie noch einen überzeugenden, individuellen Beitrag zum Klimaschutz“. Genau hier liegt für Sauter auch der Grund für AES, die Schul-Initiative von Otto Heming zu unterstützen. Peter Sauter betont die Motivation für dieses Sponsoring: „Wir von AES sagen nicht, dass die Photovoltaik das Allheilmittel oder der Königsweg hin zu einer gesunden Erde sei. Aber wir sind sicher, dass jeder Einzelne mit Photovoltaik bzw. der eigenen Solar-Anlage seinen persönlichen Beitrag leisten kann.“.
Besichtigung und Probefahrt ab 13.00 Uhr auf dem Sportplatz des Döchtbühlgeländes
Der 1954 von der UN-Vollversammlung proklamierte Weltkindertag hat den Einsatz für die Rechte der Kinder zum Thema. Sicher gehört hierzu auch das Bemühen für eine gesunde Umwelt für künftige Generationen. Die Solarmobile (mit ihrem Beitrag hierzu) können nicht nur bei der ersten Probefahrt mit Prominenz im Klosterhof um 11.30 Uhr bestaunt werden. Ab 13.00 Uhr findet ein umfangreiches Programm auf dem Gelände der Döchtbühlschule statt. Hier können die Solarmobile auf dem Schulsportplatz im wahrsten Sinne „erfahren“ werden und die jüngeren und älteren Konstrukteure stehen hier zum Gespräch zur Verfügung.
Ansprechpartner: Peter Sauter
AES - Alternative Energie Systeme GmbH
Im Alpenblick 30
88239 Wangen-Primisweiler
Fon: +49 (0) 75 28 - 9 20 84 0
Fax: +49 (0) 75 28 - 9 20 82 9
Email: info@aes-solar.de
Internet: www.aes-solar.de







